Tempel des Orakels (Aghurmi)

Der antike Orakeltempel, in dem Alexander der Grosse zum Gott erklart wurde -- thronend auf einem Hugel in der Oase Siwa.

8 AM5 PM40 EGP29.2056, 25.5167

Der Tempel des Orakels in Aghurmi ist eine der historisch bedeutsamsten Statten in Agyptens Westlicher Wuste. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wahrend der 26. Dynastie erbaut, beherbergte dieser dem Gott Amun geweihte Tempel ein Orakel, das so beruhmt war, dass Alexander der Grosse 331 v. Chr. die Wuste durchquerte, um es zu befragen. Die Bestatigung von Alexanders gottlichem Status durch das Orakel veranderte den Lauf der Geschichte. Die Tempelruinen thronen auf einem Felsplateau uber der Oase Siwa und bieten Panoramablicke auf Palmenhaine, Salzseen und die umliegende Wuste.

Warum besuchen

Wandeln Sie dort, wo Alexander der Grosse zum Gott erklart wurde -- ein Wendepunkt der Weltgeschichte
Panoramablicke uber die gesamte Oase Siwa vom Hugelgipfel
Einer der beruhmtesten Orakelorte der antiken Welt, abgelegen und atmospharisch

Was gibt es zu sehen

Die Orakelkammer
Das Allerheiligste, in dem die Priester des Amun ihre Prophezeiungen verkuendeten, ist unter den Ruinen noch identifizierbar. Hier empfing Alexander der Grosse -- nach einem beschwerlichen achttaagigen Wustenmarsch von der Mittelmeerkueste -- den Orakelspruch, er sei der Sohn des Zeus-Amun. Diese Erklarung legitimierte seine Herrschaft uber Agypten und bestarkte ihn in seinen nachfolgenden Eroberungszugen in Persien und Zentralasien. Die Kammer ist bescheiden in ihren Ausmassen, was die Enormitat ihrer historischen Bedeutung umso eindrucksvoller macht.
Panorama vom Hugelgipfel
Der Tempel thront auf einem flachen Kalksteinfelsen, der einen 360-Grad-Rundblick uber die Oase Siwa bietet. Von hier aus sehen Sie die Palmenwalder, die sich unten erstrecken, die brockelnde Festung Shali im Stadtzentrum, die in der Ferne schimmernden Salzseen und die endlose Weite des Grossen Sandmeers am Horizont. Bei Sonnenuntergang erstrahlt die gesamte Oase in Gold.

Historische Details

Alexanders Pilgerreise
Im Jahr 331 v. Chr., nach der Eroberung Agyptens und der Grundung Alexandrias, unternahm Alexander der Grosse die gefahrliche 500-Kilometer-Reise durch die Westliche Wuste, eigens um das Orakel des Amun in Siwa zu konsultieren. Antike Quellen beschreiben die Reise als lebensgefaehrlich -- die Armee ware fast verdurstet, bevor ein wundersamer Regensturm sie rettete. Bei seiner Ankunft betrat Alexander den Tempel allein. Was genau das Orakel ihm offenbarte, bleibt eines der grossen Ratsel der Antike, doch antike Historiker berichten, er sei herausgekommen und habe sich als Sohn des Amun (den die Griechen mit Zeus gleichsetzten) erklart. Er enthullte die vollstandige Prophezeiung nie und nahm das Geheimnis mit ins Grab.
Der Ruf des Orakels
Das Orakel des Amun in Siwa war eines der verehrtesten im gesamten antiken Mittelmeerraum und konkurrierte sogar mit dem beruhmten Orakel von Delphi in Griechenland. Es wurde vom libyschen Konig Krosus konsultiert und vom griechischen Historiker Herodot erwahnt. Der Ruhm des Orakels beruhte auf seiner Treffsicherheit und der dramatischen Abgeschiedenheit des Ortes -- Siwa zu erreichen erforderte die Durchquerung hunderter Kilometer Wuste, was die Mystik und das Prestige seiner Aussprueche noch steigerte.

Besuchertipps

  • Besuchen Sie am spaten Nachmittag fur das beste Licht und Sonnenuntergangsblicke uber die Oase
  • Der Aufstieg zum Tempel ist kurz, aber steil -- tragen Sie festes Schuhwerk
  • Kombinieren Sie den Besuch mit der nahegelegenen Kleopatra-Quelle und der Festung Shali
  • Ein lokaler Fuhrer kann die Geschichte lebendig werden lassen -- organisieren Sie einen uber Ihr Hotel

Verwandte Denkmäler

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Öffnungszeiten

8 AM5 PM

Eintrittspreis

40 EGP

Epoche

26th Dynasty, 6th century BC

Erbaut von

Pharaoh Amasis II (attributed)

Standort

29.2056, 25.5167